Europa-Schützen mit Musikfreunden zur Wallfahrt in Rom

Auch eine Abordnung aus Oberösterreich war mitgereist! 

 

 

Europakönig Josef Lohninger aus Österreich fühlte sich wie ein Kaiser, als er in den Petersdom einzog. Unter den Klängen von 12 Musikgruppen aus Österreich, Liechtenstein und Deutschland schritt er, begleitet von seiner Frau und der stattlichen Wallfahrergruppe der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, durchs Hauptportal in die Papstkirche, wo die Blicke (und Fotohandys) tausender Besucher auf ihn gerichtet waren. Der Einzug in die Peterskirche,der Königsitz im Chorgestühl am Hauptaltar, die Schützenmesse mit Monsignore Franz Xaver Brandmayr, Rektor der deutschen Nationalkirche in Rom, schließlich der Ausmarsch mit klingendem Spiel über den Petersplatz ließen Lohninger schwärmen. „Das werde ich nie vergessen“, sagte er noch Stunden später. Für ihn und seine Frau ist das „unvergessliche Erlebnis“ der Romwallfahrt im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit schon jetzt Höhepunkt seiner dreijährigen "Regentschaft". Dem zweiten, bereits eindrucksvollen Tag in Rom, folgt am dritten Tag die Fronleichnamsprozession in den Vatikanische Gärten. Angeführt von Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann eröffnen die Europa-Schützen den Gebetszug, der bei sengender Hitze zu den Lourdesgrotten führt, wo der Freiburger Erzbischof Stephan Burger predigte. Die Erzbruderschaft vom Campo Santo Teutonico mit ihrem Rektor Dr. Fischer hatte zum dritten Mal die deutsche Gemeinde zur Prozession eingeladen und diesmal auch Musiker und Europa-Schützen eingebunden. Gebete und Musik erfreuten offensichtlich auch den emeritierten Papst Benedikt, der dem Gebetszug vom Fenster seiner Wohnstatt aus zuwinkte. Und wieder war der Lohninger gerührt: „Unvergesslich.“ Dem stimmte auch Europa-Präsident Charles-Louis de Merode gerne zu, der gemeinsam mit Vizepräsident Horst Thoren Lohninger und seine Frau eskortierte. Er sah in der Fronleichnamsprozession im Vatikan „Ein Fest des Glaubens.“ Das sagte er auch dem Rektor des Campo Santo, Dr. Hans-Peter Fischer, der gemeinsam mit Erzbischof Georg Gänswein, dem Präfekten des Päpstlichen Hauses, nach der Prozession zur Vesper geladen hatte. Fischer erhielt von de Merode ein echt sllbernes Schützenzeichen mit dem Kölner Dom als Symbol der Verbundenheit zwischen Schützenbruderschaften und Erzbruderschaft am Campo Santo. Nach den Gebeten stärkten sich die Europa-Schützen in einem Landlokal in den Außenbezirken Roms bei einem zünftigen Abend mit Blasmusik, Bier und Pasta für den großen Tag der Papst-Begegnung. Zum Abschluss der Wallfahrt, die Peter-Olaf Hoffmann und Marion Stimmel bestens vorbereitet hatten, bestand Gelegenheit, bei Papstmesse und Angelusgebet den heiligen Vater zu sehen. Und tatsächlich nahm Papst Franziskus auch Schützen und Musiker wahr. Bei seiner Rundfahrt mit dem Papamobil über den Petersplatz wurde er von den vereinigten Musikern mit Traditionsmärschen begrüßt, der Papst winkte den Schützen zu und zeigte den Musikanten mit dem Gefällt-mir-Daumen, dass die frohe Botschaft der europäischen Pilger und ihrer Musikbegleiter bei ihm angekommen war. ( Text: EGS )